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Sonntag, 20ter Februar 2005
Lieber Herr Rau!
Ich sitze in einem Nahverkehrszug der Deutschen Bahn und mache mir Sorgen. Nicht, weil ich gerade einem angeblichen Schaffner in Zivil meine letzten 100 Euro für ein angebliches Ticket nach Düsseldorf gegeben habe und er mir beim Weiterfahren vom Bahnhof aus hämisch zuwinkt, während der echte Schaffner auf mich zukommt. Auch nicht, weil ich durch mein Eingesperrtsein in der Berghütte ein ganzes Jahr verloren habe und nicht mehr auf dem Laufenden bin, was Politik und Gesellschaft angeht (greift das Beschäftigungsprogramm der Bundesregierung, so dass wir keine 3 Millionen Arbeitslose mehr haben, und hat Kübelböck endlich den großen Durchbruch geschafft?). Was mir viel mehr Sorgen macht, ist Anna Schöblonski, meine Verlobte. Wir wollten uns eigentlich in Kopenhagen treffen um zu heiraten, doch bin ich ja nicht rechtzeitig aus der Hütte gekommen. Hoffentlich hat sie keinen anderen gefunden.
Ihr Stephan Sarek
P.S.: Sollte Anna sich melden, teilen Sie ihr bitte mit, ich wäre nur kurz nach Brasilien gefahren, um Bill Gates zu fangen!
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