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Der Spiegelfechter
Der Spiegelfechter ist jemand, der mit seinem eigenen Bild kämpft. Die meisten von uns tun dies ein Leben lang. Sie sind nicht bereit, das Bild, das sie im Spiegel sehen, zu akzeptieren.
Bruno Prete, Ende 30, arbeitet in einem Bestattungsunternehmen auf Sizilien. Seine Freunde sind die Ragazzi: Pierangelo, Marco, Renzo und Franco, ihr Treffpunkt die Bar Tutto Sport. Von hier aus erzählt Bruno seine Geschichte, und er ist ein stiller Beobachter. Er sieht das Gestrüpp von in Jahrtausenden gewachsenen Konventionen, Traditionen, Vorurteilen und Tabus und sehnt sich nach dem Anderssein. Als Gino, ein Fremder vom Festland, zu ihnen stößt, ändert sich Brunos Leben. Allmählich und mit großer Raffinesse deckt Peter Schönau das Geheimnis des Helden Bruno auf. Die Zerrissenheit eines Suchenden in der Harmonie der bürgerlichen Welt endet mit einem lauten Knall.
Peter Schönau
1944 in Rendsburg/Schleswig-Holstein geboren. Nach dem Besuch der Mittelschule und einer Lehre als Großhandelskaufmann Eintritt als Zeitoffiziersanwärter in die Bundesmarine; nach Abbruch der Offiziersausbildung Angestellter einer Import/Exportfirma in La Paz/Bolivien. Nach Rückkehr in Deutschland zunächst Exportsachbearbeiter; 1972 Gründung einer Dokumentations- und Übersetzungsfirma, in der Peter Schönau bis 1993 tätig war. Seitdem lebt und arbeitet er als Schriftsteller und Übersetzer in Italien.
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