Das Truthuhnparadies

Maria ist frisch in Berlin. Endlich heraus aus dem Mief von Kleinstadt und Elternhaus! Jetzt gilt es, die Metropole und ihre Menschen zu erkunden. Und obwohl die Mahnungen der Mutter noch nachhallen, stürzt Maria sich kopfüber in die neue Welt. Als erstes stößt sie auf den verschrobenen Björn, ihren gleichaltrigen Nachbarn, der sich unter dem Joch eines selbst auferlegten Zölibats quält und den nur eines interessiert: Truthühner! Er hält sie für Außerirdische, die von der Regierung gefoltert und zu Hackfleischbällchen verarbeitet werden, damit unter der Bevölkerung keine Panik ausbreche.
Die Ereignisse überschlagen sich, als Björn Truthühner aus einer Farm in Niedersachsen befreien will. Maria hört im Radio, daß Truthühner Autobahnen überqueren. Und da sie sich in Björn und seine skurrilen Ansichten verliebt hat, gibt es für sie kein Halten mehr – sie reist Björn hinterher.
Aus dieser Befreiungsaktion entwickelt sich nicht nur eine Liebesgeschichte, sie wirbelt auch die Politik durcheinander: Grüne und Konservative diskutieren beim Verzehr von Gemüsebratlingen die Schaffung eines „Truthuhnparadieses“ in Deutschland. Auch der Bundeskanzler kommt schließlich zu Wort.
Stephan Sareks Geschichte sprüht vor Witz, und in der Situationskomik sucht er seinen Meister. Immer wieder bildet der Handlungsfluß Wirbel und Strudel, die die Leser in ihren Sog ziehen und ein Lachen herauskitzeln, das den Atem nimmt. Ein Buch, das die Absurdität des Alltags mit feinem und liebenswertem Humor enthüllt.

»Sarek fabuliert in seinen Geschichten erfrischend vom Zusammenhang von Zufall und Notwendigkeit, erfindet skurrile, pralle Alltagsereignisse zuhauf, man merkt, hier ist ein begabter Erzähler am Werk.«
H. Hansen, Kieler Nachrichten

 
 
Stephan Sarek
Das Truthuhnparadies
Roman, 192 Seiten
gebunden
Euro 14,90
ISBN 3-931476-06-5
pfeilgelbkaufen